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Herzschwäche Symptome, Ursachen, Behandlung
Patientenseminar Herzseminar für Interessierte, Patienten und Angehörige
Samstag, 31. Oktober 2009
Universitätsklinikum Würzburg Zentrum für Operative Medizin (ZOM) großer Hörsaal Oberdürrbacher Str. 6, 97080 Würzburg
Eintritt frei!

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09.00 Uhr
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Herzschwäche - Was ist das? PD Dr. med. Oliver Ritter
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09.30 Uhr
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Therapie der Herzmuskelschwäche nach Leitlinien: wos bringt`s? PD Dr. med. Stefan Störk
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10.00 Uhr
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Diagnostik und das Leben mit der Herzschwäche Dr. med. Hinrik Strömer
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10.30 Uhr
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Pause mit Infoständen Deutsche Herzstiftung, Bayerisches Rotes Kreuz, Industrie
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11.00 Uhr
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Schrittmacher und Defibrillatoren bei Herzschwäche PD Dr. med. Ivan Aleksic
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11.30 Uhr
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Mechanische Unterstützungssysteme und Transplantation Dr. med. Volkmar Lange
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12.00 Uhr
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Ende
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Durch die Fortschritte in der Medizin lassen sich akute, lebensbedrohliche Erkrankungen wie Herzinfarkte zunehmend besser behandeln und damit überleben. In der Folge können dann aber weitere Erkrankungen wie eine Herzmuskelschwäche entstehen. Neben einem Herzinfarkt kommen aber auch ein unzureichend behandelter Bluthochdruck, eine Entzündung des Herzmuskels, Herzklappenfehler oder bestimmte Erbfaktoren als Auslöser für eine Herzschwäche in Betracht. Über 20 Millionen Menschen weltweit, allein 1,3 Millionen in Deutschland, leiden unter dieser Krankheit, Tendenz steigend. Vor allem eine Erkrankung der Älteren, können aber genauso junge Menschen davon betroffen werden. So stellt sich die Herzmuskelschwäche mittlerweile als die größte wirtschaftliche und soziale Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar.
Ist das Herz nicht mehr in der Lage, die Gewebe des Körpers mit ausreichend Blut und Sauerstoff zu versorgen, spricht man von einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz). Die Leistung des Herzens reicht nicht mehr aus, um den Körperbedarf zu decken. Patienten spüren dies häufig durch Luftnot, vor allem bei Belastung, oder durch Wassereinlagerungen in den Beinen. Die Ursachen sind sehr unterschiedlich. Zur Zeit werden an der Uniklinik Würzburg etwa 3000 Patienten mit Herzschwäche ambulant behandelt. Die medikamentöse Therapie hat im letzten Jahrzehnt große Fortschritte gemacht, trotzdem bleibt im Endstadium der Erkrankung für die betroffenen Patienten nur die Hoffnung auf eine Herztransplantation oder künstliche Herzunterstützung.
Die Herzinsuffizienz ist eine chronische Krankheit, die immer weiter fortschreitet. Der Verlauf lässt sich zwar verlangsamen, aber in den meisten Fällen nicht rückgängig machen. Die Prognose ist am besten, wenn die auslösenden Faktoren minimiert oder beseitigt werden. Ziel der Therapie ist es, die Symptome und die Sterblichkeitsrate zu senken. Zudem sollen das Fortschreiten der Herzinsuffizienz verhindert und die Beschwerden gelindert werden. Wichtig ist es, die Ursachen der Herzinsuffizienz zu erkennen und diese Grunderkrankung soweit wie möglich zu behandeln. Darüber hinaus kann eine konsequente medikamentöse Therapie der chronischen Herzinsuffizienz das Leben zu verlängern und die Lebensqualität zu verbessern. An der Universitätsklinik Würzburg wurde ein Programm fr die Versorgung von Herzinsuffizienzpatienten entwickelt, das die Lebenserwartung von Herzinsuffizienten deutlich verlängert.
Neben der medikamentösen Behandlung gibt es in den letzten Jahren Entwicklungen, die vor allem Patienten mit fortgeschrittener Herzschwäche Linderung verschaffen soll. Spezielle Schrittmacher, künstliche Herzpumpen oder die Herztransplantation ergänzen zunehmend die Therapie der Herzschwäche.
Um Patienten mit fortgeschrittener Herzschwäche zu helfen, wurden künstliche Herzpumpsysteme (sogenannte Kunstherzen) entwickelt, die vollständig in den menschlichen Krper eingebaut werden können. „Der Patient kann mit dem System nach Hause entlassen werden und ist im Alltag gut belastbar, wir sind glücklich, den Patienten diese innovative Therapie anbieten zu können, so Prof. Rainer Leyh, Direktor der Klinik fr Herz- Thorax- und thorakale Gefäßchirurgie der Uni Würzburg.
Die medikamentöse Therapie muss also häufig beim Fortschreiten der Erkrankung durch eine operative Maßnahme ergänzt werden. „Mit Herzbypassoperationen, Herzklappenrekonstruktionen oder dem Ersatz von Herzklappen kann der Herzschwäche entgegengewirkt werden so Leyh. Aber auch besondere Schrittmachersysteme habe einen festen Stellenwert in der Therapie der Herzschwäche bekommen und schützen zusätzlich vor lebensbedrohlichen Herzrhythmusstrungen ergänzt Dr. Ritter, Kardiologe und Oberarzt an der Medizinischen Klinik I der Universität Würzburg. Alle Diagnose- und Behandlungsverfahren werden in einem interdisziplinären Zentrum fr die Forschung und die Behandlung der Herzinsuffizienz an der Würzburger Uniklinik bis zur Anwendung am Patienten weiter entwickelt. Hieran beteiligen sich nicht nur die Kardiologen und Herzchirurgen, sondern auch Spezialisten fr die Niere und fr Hormonstörungen, Psychologen und andere Fachdisziplinen.
Um über die Behandlungsmöglichkeiten bei Herzschwäche zu informieren, veranstaltet die Deutsche Herzstiftung im Herzmonat November eine bundesweite Aufklärungskampagne. Die Herzstiftung informiert in zahlreichen Vorträgen, Seminaren und Gesundheitstagen, in Filmen, Broschüren und Faltblättern, auf Plakaten und in Apotheken die breite Bevölkerung.
In Würzburg findet am Samstag den 31.10.09 von 9:00 bis 12:00 im Hörsaal des Zentrum Operative Medizin (ZOM) ein Patientenseminar statt. Dort werden Herzspezialisten der Universität Würzburg zusammen mit niedergelassenen Kollegen zu Themen rund um die Herzschwäche Stellung nehmen und aufzeigen, wie es zu einer Herzschwäche kommt und was dagegen getan werden kann. Eingeladen sind vor allem Betroffene und Angehörige aber auch alle Interessierten. Der Eintritt ist frei. Parallel finden sich Informationsstände der Deutschen Herzstiftung und der Herzsprechstunde des Universitätsklinikums.
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